Ermutigung - Gemeinschaft - Erneuerung

50 Jahre Haus Höhenblick (1964-2014)

(lr) Mit einer Aktionswoche vom 10.-17.06.2014 haben wir das 50-jährige Bestehen von Haus Höhenblick gefeiert.

In einem Festgottesdienst mit 250 Besuchern sagte die Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), Rosemarie Wenner (Frankfurt): „Ich freue mich, dass Gottes Segen seit 50 Jahren auf diesem Haus liegt“. Sie erinnerte an den Gründer des Hauses, Heinz Stoßberg (1914 -1974), der als Evangelist durch Deutschland reiste und den Wunsch hatte, Menschen einen Ort zu bieten, an dem sie im christlichen Glauben gestärkt werden. Den Namen Höhenblick entnahm er der Bibel, wo im Buch Jesaja, Kapitel 40, Vers 26 steht: „Hebt eure Augen auf in die Höhe und seht“.

Auch nach 50 Jahren, so die Bischöfin, solle es im Haus Höhenblick darum gehen, „dass Menschen sich in die Tiefe des Glaubens versenken und den Höhenblick der Hoffnung gewinnen“, so die höchste Repräsentantin der Methodisten in Deutschland.
„Haus Höhenblick ist ein Ort, um einzukehren, Gastfreundschaft und Gottes Freundlichkeit zu erleben“, so Frau Wenner. Sie selbst ist bei Konferenzen und Tagungen schon oft Gast in Braunfels gewesen. In 50 Jahren haben rund 120.000 Gäste hier übernachtet. Dem Haus Höhenblick wünschte sie eine gute Zukunft: „Gott wird nicht aufhören sein Werk zu tun. Lassen sie uns damit rechnen, dass er dies auch im Haus Höhenblick tut.“

 

Impressionen vom Festgottesdienst


Festlicher Empfang

Bei einem Empfang für Repräsentanten aus Politik und Kirche wurde ebenfalls der Dienst in Haus Höhenblick gelobt. Bürgermeister Wolfgang Keller (parteilos) überbrachte die Glückwünsche der städtischen Gremien. Heute sei das Bedürfnis noch größer als zur Gründung, Menschen Trost, Hilfe und Unterstützung zu geben, zur Ruhe zu kommen, abzuschalten und wieder Freude am Leben zu finden. Die christliche Botschaft sei in allen Seminaren und Konferenzen fester Bestandteil im Haus Höhenblick, stellte das Stadtoberhaupt fest. Lob hatte er für die Gottesdienste und Feiern im Haus. Er wünschte, dass die moderne Art der Kirche erhalten bleibe. Das Haus Höhenblick mit seinen Gästen und seiner Gemeinde sei eine Bereicherung für Braunfels. Sein Grußwort schloss der Bürgermeister mit dem Wunsch nach Gottes Segen auf dem weiteren Weg. Auch Stadtrat Hartmut Müller (CDU) gehörte zu den Gästen des Empfangs.

Inge Merz von der evangelischen Kirchengemeinde und Kaplan Michael Löw von der katholischen Kirchengemeinde stellten das gute ökumenische Miteinander heraus. Andreas Kraft, der 17 Jahre lang das Haus geleitet hat, verglich die Einrichtung mit einer Flache Coca Cola. Es sei ein Gefäß der Gnade Gottes. In seiner Dienstzeit wurde das Heinz-Stossberg-Haus errichtet, das der Jugendarbeit dient.

Superintendent Dr. Rainer Bath erinnerte daran, dass vor 50 Jahren auch die A45 durch das Sauerland gebaut wurde. Heute müssten beide Bauwerke renoviert werden. Dabei berichtete Bath, dessen Kirchendistrikt Essen Träger des Hauses ist, dass in den nächsten Tagen das Dach saniert wird. Auch erinnerte er daran, dass der Regionalverband „Norddeutsche Jährliche Konferenz“ alle seine Freizeithäuser in den letzten Jahren aufgegeben habe. Nur Haus Höhenblick wolle man erhalten. „Wenn wir dieses Haus nicht hätten, müssten wir es erfinden“, lobte er die Funktion. „Unser Blick darf nach oben gehen. Gott hat uns nicht aus dem Blick verloren, sondern lädt uns ein, ihm nahezukommen“.

Presseprecher Michael vom Ende von ERF Medien in Wetzlar brachte die langjährige Verbundenheit des Hauses Höhenblick mit dem Medienunternehmen zur Sprache. Stossberg gehörte einst zu den Gründern des ERF. 1959 startete er eine Sendereihe unter dem Titel „Halte ein und überlege“. Bis heute ist die Verbindung durch weitere Mitarbeiter und Mitglieder der Freikirche gegeben.

Geschäftsführer Hubert Siegert führte in einem Rückblick aus, dass die Gebäude immer wieder erweitert wurden. So baute man 1995 den sogenannten Gartensaal an. Es wurde eine zweite Empore in die Kapelle eingezogen und ein neuer Eingang geschaffen. Heute hat das Zentrum Zimmer für bis zu 100 Personen.

Pastor Steffen Klug berichtete von der Gemeinde, die sich im Haus gebildet hat. Einst trafen sich 13 Erwachsene und 5 Kinder zur Besinnung in der Kapelle. Heute gehören der Höhenblick-Gemeinde 300 Personen an in Braunfels, Laubach und Wetzlar. Weil die Arbeit immer umfangreicher wurde, übernahm Pastor Hans-Hermann Schole die Leitung von Haus Höhenblick, während Klug für die drei Gemeinden zuständig ist. Während der Festwoche hat die Höhenblick-Gemeinde auch ihr Gemeindefest auf dem Freigelände um das Haus gefeiert. Kinder hatten dazu eine Hütte aus Holz und Blättern errichtet, die sogenannte Hütte von Malawi. Während des Festes sammelte die Gemeinde 585 Euro für einen Schulbau in dem afrikanischen Land. Zudem konnten die Besucher Kräfte, Geschick und Können an 15 Spielstationen messen.

Pastor Schole konnte unter den Festbesuchern auch zwei Zeitzeugen der Gründung begrüßen. Dies waren die die Tochter des Gründers, Christine Siebald geborene Stossberg, sowie die langjährige rechte Hand des Gründers, Renate Bergmann. Die 79-Jährige hatte im April 1964 – also vor 50 Jahren – ihren Dienst im Haus aufgenommen. Auch wenn sie längst im Ruhestand ist, so Schole, ist sie immer noch dem Haus verbunden und übernimmt Dienste, etwa an der Rezeption. Zum Dank überreichte er ihr einen Blumenstrauß zum 50-jährigen Dienstjubiläum. Die Jubilarin hat die Geschichte des Hauses in einem Buch veröffentlicht.


Eindrücke vom festlichen Empfang


Musik im Rahmen der Festwoche

Musikalisch wurde die Festwoche unter anderem vom Chor der Höhenblick-Gemeinde (Leitung Dankrit Hähnsen), Peter Menger und Manfred Siebald, der am Freitagabend ein Konzert gab, sowie einem Anbetungsteam mitgestaltet. Peter Menger hatte zum Jubiläum eigens ein Lied geschrieben und vorgetragen. So heißt es in seinem Lied:  „Die dir vertrauen bekommen neue Kraft, sie fahren auf mit Flügeln wie Adler. Auf das zu schauen, was deine Stärke schafft, das ist dein Angebot und dein Rat, Herr. Wo meine Kraft ein Ende hat, wirst du nicht müde und nicht matt, wenn ich den Überblick verlier, komm' ich vertrauensvoll zu dir. Die dir vertrauen bekommen neue Kraft.“


Bilder vom Aufbau des Festzeltes